Donnerstag, 8. Oktober 2015

Haben Sie eine Mitgliedskarte für mich?

Aloha!

Heute gibt es mal keine langen Fotoposts oder appetitanregende Rezepte, nein heute möchte ich mich mal wieder der Mode widmen. Diesen Beitrag wollte ich eigentlich schon gestern online stellen, allerdings habe ich es glatt verschusselt, denn schon heute ist es soweit! Nach Orsay, Esprit & Co wird nun auch das Shoppingerlebnis bei H&M eine elitäre Geschichte! Oder auch nicht. Wie man es eben betrachtet, denn wen nerven die vielen Plastikkärtchen nicht, die man nie alle im Geldbeutel unterkriegt und genau dann nicht dabei hat, wenn man eben just in diesem Laden einkauft.

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber ich muss gestehen, ich habe einige Kundenkarten, wenn ich weiß, dass es sich für mich lohnt. Gerade bei Geschäften, wo ich immer ein Teil finden kann. Doch im Gegensatz zu ihren Mitbewerbern wird H&M hier kreativ und anstatt die Umwelt mit noch einer Kundenkarte aus Plastik zu belasten, nutzt das Marketing hier ein Medium, dass sowieso 90% der Bevölkerung nutzt und nur im Ausnahmefall nicht bei sich trägt. Ich wage gar zu behaupten, dass die Hauptzielgruppe von H&M sogar vollständig mit diesem Medium ausgestattet ist. Jetzt seid ihr neugierig? Es ist auch ganz einfach, denn es geht um nichts anderes als euer Smartphone!

Wer ein Onlinekonto bei H&M besitzt, kann dort jederzeit mit einem Einkauf über den Webshop Punkte sammeln und diese gegen Angebote und Gutscheine sowie Einladungen zu Events eintauschen. Für den Shop selbst - hatte ich ja schon erwähnt - gibt es keine Karte. Und wie sammeln wir da dann Punkte? Ja, hier kommt euer Smartphone zum Einsatz. Ihr ladet euch einfach die H&M App herrunter und klickt in der linken oberen Ecke auf den Club. Dann zeigen sich euch die aktuellen Angebote. Bei wem H&M Club nicht angezeigt wird, der muss eventuell mal ein Update installieren. Via Smartphone könnt ihr dann das gewünschte Angebot oder auch die gewünschten Angebote auswählen und in einem gewissen Zeitfenster an der Kasse vorzeigen und einlösen. An sich keine dumme Idee. Ich bin mir allerdings noch nicht sicher, ob ich wirklich immer in unserem Nürnberger H&M-Komplex mit 3 Stockwerken Empfang habe und wie lange es an der Kasse dauert, kann man auch nie so genau sagen. Auch wie lange meine Datenverbindung braucht, bis die Auswahl im Web registriert und einsetzbar ist, muss ich erst einmal in Ruhe testen... Wer mich kennt, weiß, dass ich bei H&M meistens online bestelle, weil mich diese Massen an Menschen - die dann auch meistens an den Kassen stehen, weil sie ihre Ware auch bezahlen müssen - einfach überfordern. Dennoch habe ich beschlossen, es durchaus mal auszuprobieren.

Was kostet mich die Mitgliedschaft? Nichts... außer deiner Seele...okay, das war jetzt ein bisschen überdramatisch... Aber Spaß beiseite: Die Mitgliedschaft ist für H&M Kunden kostenfrei, denn durch eure Teilnahme erhält H&M etwas sehr viel wertvolleres als Geld von euch, nämlich eure Daten. Ich als Angestellter in der Marketing-Kommunikation beschäftige mich gerade zwar nicht mit Kundenbindung und Tracking, aber ich weiß durchaus, wozu diese ganzen Daten verwendet werden. Kaufst du mehr im Shop oder online? Bevorzugst du Kleider, Röcke oder Hosen? In welchem Größenrahmen bewegst du dich? Wann im Monat kaufst du ein? Shoppst du überhaupt jeden Monat? All das sind Fragen, deren Antworten einem Unternehmen helfen, ihre Angebote genau auf dich auszulegen und deinen generierten Umsatz zu erhöhen.

Pro und Contra kann ich hier zur Genüge aufzählen, was ihr letztendlich allerdings tut, werdet ihr euch selbst schon entschieden haben. An sich finde ich die Kundenkarte via Smartphone keine schlechte Idee, gerade wenn man regelmäßig in Läden einkauft, ich weiß allerdings auch was dahintersteckt und lasse mir nicht für jeden Shop eine Karte aufschwatzen.

Wie ist das bei euch? Habt ihr viele Kundenkarten?
Oder seid ihr tapfere Gegner der Nachverfolgung?

xo
Foxi

Kommentare:

  1. Oh, ich hatte etliche, bin dann aber auf Lyoness umgestiegen. Da bekommt man in vielen Geschäften Prozente. Die einzigen die geblieben sind, sind von Orsay und GDM, denn da lohnt es sich für mich wirklich :)
    LG, Tina

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    1. Hi Tina,

      das klingt interessant. Vielleicht schaue ich mir das auch mal an.
      Schon allein um zu sehen, was Marketingtechnisch dahintersteckt :)

      Liebe Grüße
      Foxi

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  2. Ich würde behaupten, dass ich durchschnittlich viele habe^^ Also einige, dass mein Geldbeutel gut gefüllt mit den Dingern ist, aber eben auch nicht platzt. Die Payback-Karte lohnt sich eigentlich am meisten (Depot, DM & co sind mit dabei). Aber jetzt, da H&M (endlich mal) nachzieht, könnte es gefährlich werden. Ich kaufe wirklich viel bei H&M, allerdings finde ich die Rabatte, die dann tatsächlich gewährt werden, nicht ganz so ersichtlich auf den ersten Blick. Trotzdem ich freu mich drüber! :)

    Liebste Grüße,
    Rina von Adeline und Gustav

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  3. Ich muss sagen, ich habe von gar nichts ene Mitgliedskarte. Meine Geldbörse ist schon voll genug mit dem Plastik von der Krankenkasse, Personalausweis, Blutspende und Studentenausweis usw. Das reicht mir vollkommen :)

    Allerliebste Grüße,
    HOLYKATTA

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