Donnerstag, 22. Oktober 2015

Welcome to my City ~ Frauenpower in Franken

Aloha!

Kennt ihr das auch? Ihr lebt in einer Stadt oder auch einfach nur in der Nähe und dennoch könntet ihr Freunden oder Bekannten aus anderen Städten so gar nichts darüber erzählen?  Meistens besucht man die Orte, die doch so nahe liegen, nie privat oder man hat sie einmal vor Jahren gesehen und dann wieder vergessen. Genauso ist es bei mir mit Nürnberg. Ich lebe schon immer in der Nähe dieser Stadt und natürlich waren meine Eltern mit mir auch zusammen auf der Nürnberger Burg, den Lochgefängnissen oder am schönen Brunnen... Das ist allerdings schon fast zwei Jahrzehnte her und gefühlt noch viel länger. Zudem habe ich damals sicher auch nicht alles verstanden, was mir bei den Führungen erzählt worden ist. Daher habe ich nun beschlossen, ich zeige euch einfach meine Stadt. Wir fangen mit den klassischen Sehenswürdigkeiten an und gehen bis hin nach Goho und auch ins Umland.

Mein erster Beitrag hat jetzt streng genommen nichts mit klassischen Nürnberger Sehenswürdigkeiten zu tun, aber es war eine ganz nette Erfahrung und weil ich denke, dass wir Frauen uns nicht nur auf Männer verlassen sollten, berichte ich euch einfach mal von diesem Erlebnis. Das Event lautete Frauenpower und wurde von der örtlichen BayWa abgehalten. Vielleicht kennt ihr diese Veranstaltung unter einem anderen Namen aus einem Baumarkt in eurer Nähe. Bei Frauenpower gibt es verschiedene Stationen und Workshops und es haben an diesem Abend wirklich nur Frauen Zutritt. Bei den Workshops werden verschiedene Dinge erklärt, vorgeführt und im Anschluss darf man selbst ran und sich mit der Materie vertraut machen. Anfangs war ich nicht so ganz begeistert, doch die liebe Franzi wollte wissen, wie man Fliesen verlegt, also habe ich mich breitschlagen lassen und bin mitgegangen. So im Nachhinein muss ich gestehen, dass ich echt was gelernt habe und man ist nicht hilflos einem Handwerker überlassen, weil man so gar nicht weiß, was genau der da eigentlich treibt. Der Abend dauerte drei Stunden und war wirklich sehr lehrreich, auch wenn es sicherlich nie mein Lieblingsthema werden wird. Die Jungs und Mädels von BayWa oder den Herstellerfirmen haben sich wirklich viel Zeit genommen und ihr Wissen mit uns geteilt, Tipps gegeben und Alternativen aufgezeigt. Leider sind die drei Stunden nicht ausreichend, um sich in allen Workshops umzuhören, denn es sind wirklich Themen in Sachen Haushalt, an die man sich vielleicht als Frau nicht gleich wagt. Hier einige Beispiele:

Das Bohren




Je nachdem, wo das Loch gebohrt werden soll, gibt es Unterschiede. (Ja, ich weiß, so viel hättet ihr euch selbst denken können ;) ) Wir haben uns gestern mit dem Bohren in Beton wie Böden und Decken und in Fliesen beschäftigt. Hier ist schon mal gut zu wissen, dass jede Bohrmaschine einen Rechtslauf und einen Linkslauf besetzt. Was genutzt wird kann man an der Unterseite der Maschine einstellen. Der Rechtslauf dient zum Reinbohren in die Wand selbst, der Linkslauf wiederum, damit die Maschine auch wieder herauskommt. Für Wände und Böden sollte ein Schlagbohrer verwendet werden, da sich die kleine Angelegenheit sonst in die Länge ziehen kann. Ob eine Maschine mit oder ohne Schlag arbeitet, könnt ihr an einem Regler einstellen, der sich auf der Oberseite befindet. Fliesen sollten nie mit Schlag gebohrt werden, denn da ist die Gefahr höher, dass die Fliese bricht oder einen Riss bekommt. Viel besser wäre in dem Fall ein Fliesenbohrer, bei dem aber auch vor der Verwendung geprüft werden sollte, ob sich hinter der Fliese selbst ein Hohlraum befindet, denn ohne Grund, kann auch hier die Fliese brechen. Deshalb einfach kurz draufklopfen und hören, ob dahinter Wand oder Leerraum kommt. Wichtig sind dann auch noch die Dübel, die im Anschluss verwendet werden. Dafür kann man sich aber ein kleines Beiheft aus dem Baumarkt mitnehmen und sich informieren, was für welche handwerkliche Aktivität am besten passt.



Laminat verlegen



Wer sich einen Laminat kauft und verlegen möchte, sollte den Laminat erstmal 24 Stunden in dem Raum liegen lassen, in dem er später verlegt werden soll. Dadurch passt sich der Laminat - der ja gerade aus dem Baumarkt und dem Auto kommt - an die Raumtemperatur an. Die Fugen (also der Übergang von einem Laminatbrett zum anderen...) sollten immer zur Lichtquelle zeigen, damit kann man sie ein bisschen kaschieren. Es gibt Nut- und Federseiten an Laminaten. Wichtig ist allerdings, darauf zu achten, dass man beim Verlegen den Laminat immer etwas versetzt zum vorherliegenden Brett anlegt. Im Idealfall auf der Hälfte, da hier dann die Kraftverteilung am höchsten ist. Bei Aussparungen zum Beispiel aufgrund von Heizungsrohren sollte links und rechts vom Rohr immer nochmal ja 5mm Platz sein, also nie direkt anliegen.


Die Weinprobe


Gut, ich gestehe, das hat jetzt nichts mit Heimwerken zu tun, aber wenn es schon mal angeboten wird, kann man es ja auch probieren. Seit ich mich regelmäßig mit meiner Schwester treffe, habe ich meine Zuneigung zu Wein entdeckt. Ich bin allerdings eher die Liebliche oder Halbtrockene, als die Trockene. Doch die sehr engagierte Dame der Heuchelberg Weingärtner hatte alles dabei, was man sich wünschen konnte und zeigte auch einige sehr köstliche Alternativen zu bekannten Aperitifen auf. Dazu gibt es in einem anderen Post noch mehr, weil meine Kreativität schon während der Probe voll im Gange war. Meine Errungenschaft stelle ich euch trotzdem gerne vor: Ein Traubenlikör aus Acolon. Acolon ist eine Kreuzung aus zwei Rebsorten, der Blaufränkischen (oder auch Lemberger) und der Dornfelder. Der schmeckt sowohl pur als auch eben als Aperitif sehr sehr lecker und durfte gleich zu mir in den Spirituosen-Schrank. Als Marketing-Studentin habe ich natürlich auch immer auf die Mimik und Gestik der Berater geachtet und weil ich selbst Trainerin bin, weiß ich, dass man andere Menschen nur dann für etwas begeistern kann, wenn sie spüren, dass man selbst voll und ganz hinter der Sache steht. Das ist nicht immer einfach, aber ich freue mich immer wieder, wenn ich sehe, dass es dennoch Menschen gibt, die mit so viel Leidenschaft an ihrer Sache arbeiten. Es war eine Freude ihren Erklärungen zuzuhören und so vieles über Weine zu erfahren. Beispielsweise soll man, wenn man mehrere verschiedene Weine trinkt, zwischen den beiden Sorten etwas Neutrales wie Salzstangen essen, sonst bleibt der Geschmack des vorher getrunkenen Weines im Mund und man kann den Geschmack des Neuen nicht richtig identifizieren.

Noch ein weiteres Bild, das gestern entstanden ist: 
Hier noch die liebe Franzi hochkonzentriert beim Werkeln
Habt ihr schon mal an einem solchen Event teilgenommen oder habt ihr vielleicht jetzt Lust bekommen?


xo
Foxi

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