Donnerstag, 15. Dezember 2016

Von A wie Algen bis Z wie Zitrone...
Basenfasten Teil 1

Aloha!

Da ich in der vergangenen Zeit nicht nur sehr kränklich sondern auch sehr schlecht gelaunt und deprimiert war, hat mir meine Schwester zum Basenfasten geraten. Mir persönlich hat es total gut getan und ich kann es nur weiterempfehlen. Vielleicht nicht gerade in der Weihnachtszeit, aber danach wäre ein guter Anlass, da man sich ja nach den Feiertagen eh immer etwas vollgefuttert fühlt. Darum poste ich diesen Beitrag auch erst heute :)

Was sind Basen & Säuren?
In der Chemie wird anhand des ph-Werts gemessen, ob ein Lebensmittel (oder generell ein Stoff) sauer oder basisch ist. Die Skala reicht dabei von 0 bis 14 und ist in der Mitte aufgeteilt. Hat ein Lebensmittel so einen Wert von 7 (liegt also genau in der Mitte) ist es neutral, also weder basisch noch sauer, Werte von 0 bis 6,9 sind sauer und 7,1 bis 14 basisch.

Viele Bereiche unseres Körpers sind mit einem ph-Wert versehen. Beispielsweise ist unser Dickdarm sauer, damit er alle Nahrungsmittel zersetzen und deren Nährstoffe an die Bereiche des Körpers geben kann, die diese auch benötigen. Basisch hingegen sollte unser Blut sein, sowie Gallenflüssigkeit und Bindegewebe. Dummerweise ist unsere Ernährung größtenteils auf saure Lebensmittel ausgelegt, sodass wir im Laufe der Zeit durch den Überschuss an zugeführter Säure übersäuern. Die Folge davon sind zum Beispiel der Klassiker Sodbrennen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, aber auch andere Beschwerden, die weitaus noch lästiger sein können wie Athritis und Bluthochdruck. Wie genau das von statten geht und was noch so alles für Folgen durch eine Übersäuerung auftreten können, findet ihr hier. Daher ist es wichtig den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Vorbereitung ist alles!
Beim Basenfasten geht es nicht um eine dauerhafte Ernährungsumstellung auf nur basische Lebensmittel, sondern um einen Zeitraum von ca. 3-5 Tagen, in denen ihr auf saure Lebensmittel verzichtet! Das ist wichtig, denn wie oben schon kurz erwähnt, benötigt der Körper beides und zu einer gesunden Ernährung gehört nun mal auch Fisch, etwas Fleisch und Vollkornprodukte. Dabei sollte man sich immer vor Augen führen, dass die Dosis das Gift macht. Auch ein Stück oder gar eine Rippe Schokolade oder ein Cocktail am Wochenende werden mich nicht wieder komplett übersäuern, so lange ich genügend basische Lebensmittel in meine Ernährung einbaue. Wichtig ist also zu wissen, was gilt als basisches, als neutrales oder als saures Lebensmittel. Dazu gibt es unzählige Tabellen im Internet und ich war wirklich teilweise überfordert, als ich gesehen habe, dass sie sich teilweise widersprechen. Sogar ein Buch, das ich mir gekauft hatte, beschrieb Kaffee als basisch - lasst euch sagen: ist er nicht! Kaffee ist eines der sauersten Lebensmittel, dass wir zu uns nehmen, mit Ausnahme von Lupinenkaffee, der gilt aber auch nur als gute Säurebilder und nicht als basisch. Ich habe mich während meiner 5-Tage-Kur an der Liste des Zentrums der Gesundheit orientiert. Dort kann man sich auch ein PDF herunterladen, um beim Einkaufen schon mal gewappnet zu sein. Damit ihr euch - falls ihr es mal probieren wollt - etwas leichter tut in der Woche, habe ich meine wichtigsten Vorbereitungspunkte mal kurz niedergeschrieben:

1. Informiert euch!
Ein 'Ich mach irgendwas zu essen' führt eher zum Schwachwerden als eine geplante Woche. Eine Woche ohne Geburtstage zwingt einen auch nicht, zu einem leckeren Stück Kuchen nein sagen zu müssen ;)

2. Leert den Kühlschrank
Was nicht daheim ist, verführt nicht zum Essen. Außerdem wäre es Schade, wenn ihr angebrochene Sachen nicht aufbrauchen, sondern wegwerfen würdet.

3. Kauft das Richtige
Nachdem man sich ja in Punkt 1 schon top informiert hat, weiß man auch, was man kaufen muss und hat eventuell nach Rezepten gesucht. (ein paar meiner Lieblinge, werde ich in den kommenden Posts zu dem Thema auch vorstellen.)

4. Macht euch bewusst, dass es schwer wird!
Ich arbeite in einer Firma mit Kantine, in der wir uns für gewöhnlich in der Mittagspause treffen. In der Woche habe ich die Kantine gemieden, weil es dort einfach zu gut roch.

5. Hunger!
Ich habe in der Woche viele Bananen gegessen, denn sie machen relativ lange satt. Wenn ihr zwischendrin Hunger habt - was definitiv vorkommen wird - könnt ihr auch zu Trockenfrüchten greifen.

Mein Motivationstipp: Testet euren pH-Wert vor und nach der Kur. Die Teststreifen gibt es in der Apotheke. Es tut richtig gut, wenn man nach dem Basenfasten sieht, wie sich das Ergebnis verbessert hat. Am besten geht ihr vorher und nachher nochmal auf die Waage, das wird nämlich auch ganz schön variieren.

Mein erstes Problem damals kam schon beim Frühstück auf! Müsli? - Fällt weg. Brot oder Brötchen? - Fällt weg. Okay anderer Ansatz: Was habe ich, was mir zum Frühstück schmeckt? Obst. Okay, dann eben ein Obstsalat. Ist doch schon mal was. Aber fünf Tage lang? Ein Smoothie! Ja, darauf hatte ich Lust. Also habe ich ein bisschen gestöbert, nur um dann einfach ein Standardrezept etwas abzuwandeln.

Damit ihr schon mal durchstarten könnt, hier mein Rezept für basische Bananenmilch.


Zutaten:
1 Banane
300 ml Mandelmilch
1 Tl Xylit/Stevia (wichtig: KEIN Zucker)
etwas Vanille aus der Mühle
eine halbe Zitrone



Mandelmilch und Banane in den Mixer geben und schon mal gemeinsam pürieren. Anschließend den Saft einer halben Zitrone auspressen und zusammen mit der Vanille und dem Xylit zur Bananenmilch geben. Nochmal mixen und zack! Fertig :)


Wie geht es weiter mit dem Fasten?
Was kann man dann eigentlich essen, wenn alles tierische aber auch Getreide und Hülsenfrüchte wegfallen? Seid gespannt!

xo
Dimi

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