Herzenssache Finn

Aloha!

Wie ihr schon wisst, kommt mein Spitzname zum einen von einem Disneyfilm aber zum anderen auch von meiner Liebe zu Füchsen. Ich mag auch Kängurus oder Koalabären, weil sie in meinem Lieblingsland beheimatet sind, aber Füchse sind hier in Deutschland heimisch und unglaublich interessant wie ich finde. Kein anderes Tier ist auf der Welt so weit verbreitet und ein wahrer Überlebenskünstler wie der Fuchs. Von Rot-, Silber- und Polarfuchs haben wir ja alle schon mal etwas mitbekommen, aber neben Polarkappen, Wäldern und Moorlandschaften sind sie auch noch in der Wüste zu Hause. Der Wüstenfuchs oder Fennek ist nur wenigen bekannt, aber dennoch existiert er.

Neben listigen Jägern sind Füchse aber auch Überlebenskünstler, Schelme und liebevolle Eltern für ihre Welpen. Welpen? Ja, da lest ihr ganz richtig, denn der Fuchs gehört zur Familie der Hunde. Es gibt unheimlich viel zu wissen über diese Tiere und ich weiß davon gerade mal einen Bruchteil. Was ich allerdings auch weiß, ist, dass er in uns Menschen einen Feind hat, der ihn bei der Fuchsjagd für ein Amüsement hetzt, ihm für einen Mantel das Fell über die Ohren zieht oder sogar verrückterweise als Haustier zahmzüchtet. Bei letzterem werdet ihr wohl genauso ungläubig kucken wie ich, als ich davon gehört habe. Was hat es jetzt aber mit dieser Seite auf sich? Je mehr ich mitbekommen habe, desto öfter habe ich mir überlegt, ob man diesem Tier nicht irgendwie helfen könnte. Kann man bestimmt, doch wie und bei wem? Es gibt Auffangstation, die die Füchse wieder auswildern, nachdem sie angefahren wurden oder dergleichen. Das ist eine wirklich tolle Sache und ich würde so gerne alle unterstützen, doch das ist leider nicht möglich, sonst muss ich irgendwann unterstützt werden.
Diese wieder ausgewilderten Tiere leben in freier Wildbahn bei ihren Artgenossen und dennoch gibt es Tiere, die nicht mehr ausgewildert werden können. Das ist erstmal sehr schwer vorstellbar, aber im Ausland gibt es durchaus Pelzfarmen, die Füchse züchten allein aus dem Grund, sie später einer reichen Person um die Schulter legen zu können. Was passiert, wenn diese Tiere aus ihrer Gefangenschaft befreit werden? Oder wenn sie nach einem Unfall zwar wieder aufgepeppelt werden können, aber es nur eine Frage der Zeit wäre, bis auch dieser Fuchs unsere Erde verlässt.

Meine Kollegin erzählte mir von Gut Aiderbichl, als das Gespräch irgendwie zu meiner Fuchsliebe abdriftete. Das Gut war auch schon früher im Fernsehen, auch wenn es mich zu Teenagerzeiten eher wenig interessiert hat. Michael Aufhauser und sein Team von Gut Aiderbichl helfen Tieren indem sie sie aus ihren - nennen wir es mal 'unnatürlichen' Umständen - herausholen und ihnen auf ihrem Gut ein neues Zuhause schenken. Dabei können die Tiere je nach Art ein großes Gehege ihr Eigen nennen, in dem sie unter natürlichen Bedingungen weiterleben können. Vor kurzem brachte meine Kollegin von dem Gut ein Magazin, dass über Neuigkeiten berichtet und zeigte mir einen Bericht über die Rettung von sechs Füchsen von einer Pelztierfarm oder einem verwaisten Fuchswelpen, der verängstigt in einem Pferdestall kauerte. Tierfreunde haben sich dann um ihn gekümmert, allerdings wussten diese Menschen auch, dass der Fuchs kein Haustier ist und artgerecht leben muss. So haben sie den kleinen anschließend auf Gut Aiderbichl ein neues Zuhause gegeben. Damit die Tiere dort weiterhin einen Ort haben, um in Ruhe und unter ihresgleichen weiterleben zu können, habe ich mich dazu entschieden, dieses Projekt zu unterstützen. 
Die drei Silberfüchse auf der Tierfarm / ganz links Finns Mama Melissa (Quelle: Gut Aiderbichl)


In dem Magazin ist mir dann der kleine Finn aufgefallen und ich habe mich quasi verliebt. Finn ist ein Welpe aus dem Wurf von Silberfüchsin Melissa, die von der Pelztierfarm gerettet wurde. Zusammen mit zwei anderen Silberfüchsen und drei Polarfüchsen wurden die Tiere zuerst medizinisch versorgt, wobei man feststelle, dass Melissa trächtig war. Daher durfte sie nicht gleich ins Fuchsgehege in Gänserndorf (bei Wien in Österreich) einziehen, sondern bekam eine Extraportion Ruhe und Fürsorge für sich und ihre bald daraufhin geborenen Welpen. Die ganze Rettungsgeschichte von Melissa und ihren Artgenossinnen findet ihr hier. Falls ich euer Interesse geweckt habe, könnt ihr über das Gut selbst auch auf deren Homepage unter www.gut-aiderbichl.com nachlesen.
Der kleine Finn im Alter von 3 Wochen (Quelle: Gut Aiderbichl)
Jetzt kommen wir aber zum Wesentlichen! Meiner Herzenssache: Die kleine Unterstützung von Silberfuchs Finn. Damit das Gut, die Angestellten, Futter und Tierarzt auch entlohnt werden können, habe ich eine Patenschaft für den Kleinen übernommen. Mir ist natürlich bewusst, dass man damit keine Welten verändern kann, aber ich hoffe, es hilft trotzdem! Für alle, deren Herzen jetzt dadurch geschmolzen sind und die sich entschlossen haben, das Gut mit einer Patenschaft zu unterstützen, gibt es noch eine Zusatzinformation: Die Guthöfe dürfen sowohl von Paten als auch von nicht-Paten besucht werden. Pateneltern haben jedoch kostenfreien Eintritt. Das Gut in Gänserndorf kann zwar nicht besucht werden, aber so lange es Finn dort gutgeht, werde ich es überleben und ich habe immerhin einen Zugang zur LiveCam, damit ich mir seine Entwicklung anschauen kann.

Wer jetzt ein bisschen mehr über Füchse wissen will, kann sich bei www.Fuechse.info umfassend einlesen. Wer an mich Fragen dazu hat, ihr wisst ja, meine Mailbox-Tür steht offen ;)
Foxi

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